Samstag, 16. Januar 2016

750 km nach dem Mittagessen

14.01.2015
Es war kühl in der Nacht und deshalb ging die Thermik erst spät los. Wir sind noch etwas später als normal, mal wieder als die Letzten, gestartet.
Der erste Aufwind ging erst langsam los, aber dann ging die Post ab. Zwischenzeitlich stand der Integrator bei 7,2 m/s Steigen. Insgesamt 3,9 m/s Steigen und ein Höhengewinn von 1.800 m.

Flugweg vom 14.01.2015
Hi, haben wir gedacht. Das geht im Blauen aber sehr gut und flogen frohen Mutes in Richtung Nordosten, wo weit entfernt Wolken zu sehen waren. Aber von nun an war es still wie in der Kirche. Keine Böe, keine Thermik, bis wir nach geflogenen 46 km und einem Höhenverlust von 1.400 m die ersten Zuckungen merkten. Ganz schwach ging es dann weiter, bis wir endlich nach 60 km an die Wolken kamen. Von da an lief es wieder sehr gut. Ein typisches Namibia Wetter.

Fazit: Flugzeit: 5 Stunden 33 Minuten, 758 OLC km, Schnitt: 137,2 km/h
Hier der Flug:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?flightId=1098177753

In der OLC Speed Wertung war das mit einem Schnitt von 153,77 km/h unser viertbester Flug in dieser Saison.





Einschulung in Rehoboth

12.01.2016

Eines unserer Patenkinder, Elias, wurde heute in Rehoboth in die 12 Klasse eingeschult. Da Rehoboth sehr weit von Hoachanas ist, ca. 2 Fahrstunden, muss Elias in einem Hostel wohnen.

Die Betreiber der Schule möchten, dass die Eltern bei der Einschulung dabei sind. Elias hat sich zusätzlich gewünscht, dass wir mitkommen. Da Wolfgang in Bitterwasser an diesem Tag unabkömmlich war, ist Christa mit allen nach Rehoboth gefahren.

Insgesamt waren es 25 Kinder und nicht alle hatten es so komfortabel wie in Christas Auto.

Das ist der normale Transport der Kinder
von Hoachanas nach Rehoboth. Fahrzeit ca. 2 Stunden
Das Hostel
Die Schule
Da die Familie schon seit morgens um 06:00 Uhr unterwegs war und es im Hostel an diesem Tag kein Abendessen mehr gibt, fuhren wir ins Zentrum in das Hungry Lion. Eine Art Mac Donalds.

Links im Bild Elias (blaues Hemd) und sein Freund.
Rechts die Mutter Juleata und der Stiefvater Luis.

Nach dem Essen begann die Registrierung aller Schüler, erst in der Schule, dann im Hostel, nach afrikanischer Art und dauerte stundenlang. So saß Christa, die ja nicht wusste, dass es so lange dauert, in dieser Zeit im Schulhof im Auto und wartete. 
Endlich konnten sie Elias im Hostel einquartieren und nach Hause fahren. Es war ein anstrengender Tag.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Und dann waren es doch noch 570 km

11.01.2016

Im Westen und im Nordosten sollte es Schauer und Gewitter geben. Dazu sollte die Thermik auch erst sehr spät einsetzen. Alles in Allem also nicht die besten Vorhersagen. Wir entschlossen uns wieder spät zu starten und dann nach Nordosten, bis ran an die Schauer, zu fliegen. Rechtzeitig in Bitterwasser zurück zu sein, bevor von Westen die Schauer kommen, war ebenfalls angesagt.

Flugweg vom 11.01.2016
Am Anfang ging es sehr schlecht. Wir brauchten endlose 12 Minuten um mit dem Motor auf 800m über Grund zu kommen. Nach dem Abstellen sind wir erst einmal bis auf 430m abgesoffen. Dann aber ging es recht gut und am Ende wurde vor den Gewittern im Westen noch hin und her geflogen.

Hier der Flug: Flugzeit 5 Stunden 16 Minuten, 570 OLC km
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?flightId=837200028



12:30 Uhr Mittagessen, schnell ein 500er Dreieck fliegen und um 18:00 Uhr zur Party

10.01.2016
Heute waren wir zur Abschiedsparty unseres Freundes Walter am Dunehouse eingeladen. Er fliegt morgen nach Hause. Die Party soll um 18:00 Uhr starten.

Da wir nun einmal Spätstarter sind, blieb uns also nicht viel Zeit zum Fliegen. Das Wetter war super.

Flugweg vom 10.01.2016
Gleich nach dem Motorabstellen ging es mit 3-4 m/s auf 3.800 m. Wir flogen erst nach Südosten (Gochas) dann nach Norden, bis ca. 70 km unterhalb von Gobabis und von dort aus nach Hause.

Ein 500 km Dreieck mit einem Schnitt von 140 km/h. Besonders schön war der zweite Schenkel. Die 195 km wurden mit einem Schnitt von 167 km/h zurück gelegt. Und das ganz ohne Konvergenzen. Alles in klassischer Thermik. Wobei wir lange Geradeausflugstrecken realisieren konnten.

Hier der Flug: Flugzeit 3 Stunden, 42 Minuten, 508 OLC Km
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?flightId=743468215

Fast pünktlich kamen wir zur Party.

Das Dunehouse ist auf der anderen Seite der Pfanne und war vom Gründer der Farm, Peter Kayssler, als Alterssitz gedacht. Für einen modernen Lodgebetrieb ist es zu abseits. Jetzt soll versucht werden mit solchen Events, wie dieser Abschiedsparty, das Objekt ein wenig zu aktivieren.  Dieser Abend war jedenfalls gelungen.

Das Dunehouse
Bestens versorgt 
Gemütlich zusammen sitzen
Sonnenuntergang am Dunehouse


Montag, 11. Januar 2016

07.01.2016 bis 09.01.2016 Ruhetage, Neues von der Eule und unserer Familie

07.01.2016 bis 09.01.2016

Wir haben diese Tage ruhig mit Lesen, am Pool liegen und faulenzen verbracht.

Der Fleckenuhu Biwa, der hier groß gezogen wurde, wird
langsam erwachsen und verbringt die Nächte draußen.
Entsprechend müde ist er tagsüber.
Am 08.01.2016 sind zwei Außenlandungen in Mariental gemacht worden. Es zog von Norden eine breite Gewitterfront über Bitterwasser und die letzten beiden Flugzeuge, die nicht mehr rechtzeitig in Bitterwasser landen konnten, mussten nach Mariental fliegen und dort landen.

Der Flugplatz von Mariental liegt 82 km im Süden von Bitterwasser. Es ist ein recht großer Platz, aber da ist nichts los. Caspers, die dort Segelflug betreiben, sind zur Zeit nicht da. Also war niemand da. Es ist dann ein Auto von Bitterwasser los gefahren um die Piloten nach Bitterwasser zurück zu holen. Fahrzeit ca. 1 Stunde und 20 Minuten. Eine Übernachtung in Mariental im Hotel möchte man nicht wirklich machen.

Am nächsten Tag wurden die Piloten wieder nach Mariental gefahren und haben die Flugzeuge auf dem Luftweg zurück gebracht.

Unser Freund Elmar kennt diese Prozedur. Er ist letztes Jahr ebenfalls in Mariental gelandet.

Am 09.01.2016 hätten wir fliegen können, aber die Pfanne ist nass gewesen und irgendwie hatten wir keine Lust. Am Nachmittag sah das Wetter vom Boden aus aber grandios aus. Naja.

Wir haben diesen Tag genutzt um unsere Familie zu besuchen. Am Dienstag fängt die Schule an. Deshalb sind jetzt noch alle zusammen gekommen. Elias kommt in die 12. Klasse in Rehoboth. Zur Einschulung in das Hostel sollen auch die Eltern anwesend sein. Er wünschte sich, dass wir auch dabei sein sollen. Also haben wir es zugesagt.

Unsere Patenfamilie
Ein Gamedrive mit Sundowner am Abend, mit dem Glück die Giraffen sehen zu können, rundete den Tag ab.
Nach dem zweistündigen Gamedrive erwartet
uns ein gut gedeckter Tisch auf der roten Düne.
Auch den jungen Piloten gefällt das.
Immer wieder faszinierend:
Der Sonnenuntergang in Namibia




Donnerstag, 7. Januar 2016

Die feuchte Wetterlage hält an.

06.01.2016

Im Osten sollte es weniger Schauer geben, deshalb also erste Wende Gobabis.
Flugweg vom 06.01.2016
Die Stadt Gobabis hat einen sehr großen Flugplatz, auf dem nichts, aber auch gar nichts, los ist.
Wir vermuten, dass dieser Flugplatz in der Zeit, als Namibia und Angola Krieg hatten, gebaut wurde. Allerdings wird er gepflegt und ist benutzbar. Bis auf die Tatsache, dass alles eingezäunt ist und niemand weiß wer einen Schlüssel hat, eignet sich dieser Platz für Außenlandungen.

Vorne der Flugplatz und hinten die Stadt Gobabis
Nichts los!
Von Gobabis ging es bei bestem Wetter Richtung Süden bis wir bei Aminuis auf eine Regenschauerlinie stießen. Wir entschieden uns für den Heimflug und glaubten diesen stressless durchführen zu können. Aber über Funk kam die Meldung, dass rund um Bitterwasser Schauer stehen.

Wir suchten uns einen Weg durch die Schauer und konnten dann trocken in Bitterwasser landen.

Schauer rund um Bitterwasser
Hier der Flug:

Da wir sehr früh gelandet sind, konnten wir den Nachmittag auf unserer Terrasse mit vielen Freunden genießen und den Tag schön ausklingen lassen.

Auf unserer Terrasse







Für uns ein normaler Flug. Für Johannes eine Außenlandung

05.01.2016

Die Wettervorhersage war ähnlich gut wie gestern. Also auch wieder im Westen Schauer und im Osten gut. Zur Zeit ist es insgesamt etwas zu feucht. Das führt sehr schnell zu Überentwicklungen.

Christa wollte aber erstmal nach Rehoboth. Nicht immer in die gleiche Richtung. Also ging der erste Schenkel nach Rehoboth. Dort empfingen uns dicke Regentropfen. Also umdrehen und als nächstes Ziel Aranos 230 km südöstlich.
Flugweg vom 05.01.2016
Es gelang uns heute nicht so richtig die tragenden Linien zu finden und häufig haben wir eingekreist um dann feststellen zu müssen, dass es doch nichts vernünftiges war. Nichts desto trotz war es am Ende doch noch ein 114 km/h Schnitt.

Von Bitterwasser kam über Funk die Meldung, dass südwestlich von vom Platz ein Gewitter steht. Dieses ist dann aber freundlicherweise im Westen an der Pfanne vorbei gezogen. Trotzdem sind wir vorsichtshalber zurück geflogen und früh gelandet.

Das Ergebniss: 5h 22min Flugzeit, 594 OLC km mit einem Schnitt von 114 km/h

Hier der Flug:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?flightId=316254004


Am Abend gab es dann noch ein wenig Aufregung. Johannes K. hatte seine obligatorische Positionsmeldung eine Stunde vor Sonnenuntergang nicht abgesetzt. Zum Glück verwendet er das Trackingsystem SPOT und wir konnten sehen, dass er in einer Pfanne östlich von Mariental außen gelandet war. Es konnten dann vom Flightoffice aus alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden. Weit nach Mitternacht war das Rückholteam mit dem Piloten wieder in Bitterwasser.

Am nächsten Tag wurde dann das Flugzeug geholt.

Da waren natürlich viele interessante Erlebnisse und Johannes will diese niederschreiben und im Palmengeflüster (Vereinszeitung von Bitterwasser) veröffentlichen.

Der Track endet östlich von Mariental
In den Track hinein gezoomt kann man sehen, dass
die letzten beiden Positionsmeldungen von der gleichen
Stelle, in der Mitte der Pfanne, kommen.
Also ist er dort gelandet.










Kühlwasserprobleme am Mietwagen und ein schöner Flug

04.01.2016

Nach Telefonaten mit dem Autovermieter meinte dieser, wir sollen ein Kühlerdichtungsmittel, welches in dem anderen Mietwagen, der auch in Bitterwasser ist, in den Kühler schütten. Hoffentlich dichtet dieses Mittel den Kühler dann ab.

Wir haben es gemacht und siehe da, es hat sogar funktioniert. Im Moment ist unser Kühler dicht.

Geflogen sind wir heute auch.

Flugweg vom 04.01.2016
Wie immer sind wir spät gestartet. Nach dem "Motor Aus" ging der erste Bart mit 2,6 m/s gleich auf 3.300 m. Nach der Wettervorhersage sollten im Westen starke Schauer und Gewitter entstehen. Deshalb flogen wir direkt in den Osten. Leider bildeten sich dort auch Schauer. Das war der Grund für uns nach Hause zu fliegen. 
Zwischen den Schauern im Westen und denen im Osten konnten wir dann noch ein paar Kilometer rauf und runter fliegen.

Am Ende waren es 5 Stunden 22 Minuten Flugzeit, 610 OLC km mit einem Schnitt von 117 km/h.

Insgesamt ein schöner Flug.

Hier der Flug:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?flightId=242769294





Super Vorbeiflug am Gewitter

03.01.2016

Der Hinflug nach Windhoek verlief eigentlich wie immer ohne besondere Vorkommnisse. Aber über Angola, also nur noch eine Stunde vor Windhoek, fliegt der Airbus auf einmal eine Kurve von 30 Grad aus der Richtung. Das hat er ja noch nie gemacht! Der Grund war ein kräftiges Gewitter, welches umflogen wurde. Der Anblick des Gewitters war beeindruckend. Vor allem, weil es darin andauernd blitzte.

Eigentlich wäre der Kurs genau dadurch gewesen.
Vorbei
Sehr beeindruckend
Und dann der Sonnenaufgang
Am 02.01. sind wir dann gut angekommen. Leider meldete unser Mietwagen ganz kurz vor Bitterwasser: "Kein Kühlwasser".

Sonntag den 03.01. haben wir uns dann noch ausgeruht und nach dem Kühlwasser gesehen. Der Kühler tropfte mächtig.





Freitag, 1. Januar 2016

Bitterwasser 2015/16, zweiter Teil

01.01.2016

Heute Abend geht es wieder los. Mit Air Namibia nach Windhoek. Dort morgen früh ankommen und die Welt sieht ganz anders aus. Nix mehr grau, Regen und um die Null Grad.

Geplant ist, das wir bis Ende Januar in Bitterwasser bleiben und dann noch eine Safari durch Südafrika machen. Rückflug ist für den 28. Februar 2016 geplant.

Wir werden hier in diesem Blog wieder berichten.