Mittwoch, 22. Januar 2014

Verpacken


21.01.2014
Verpacken war heute angesagt. Der ARCUS muss heute in den Container und für die lange Heimreise fertig gemacht werden.

Sascha ist der "Lademeister" und war extra deswegen angereist. Insgesamt müssen 30 Flugzeuge in 7 Container. Er kalkuliert hierfür drei Tage. Die Lineboys sind in diesen Tagen besonders gefordert. Sie sagen von sich selbst: "Wir sind schwarze Hydraulik." Die schweren Tragflächen an die Decke der Container zu heben ist schweißtreibende Schwerarbeit.
Flugzeuge im Container
Warten auf das Verladen
Die Container müssen alle noch voll werden.
Während der Mittagspause überraschte uns ein heftiges Gewitter und es regnete in Strömen. Wir konnten den ARCUS gerade noch in den Windschatten der Halle stellen als es anfing zu regnen. Klatschnass bis auf die Haut war das Ergebnis.

Gewitterschauer während des Verladens
Abends hatten wir den ARCUS dann im Container drin und wir hatten unser Werk vollbracht.
Morgen geht es zum Flughafen und mit Air Namibia nach Hause.

Insgesamt sind wir in dieser Saison mit unserem ARCUS an 19 Tagen 105 Stunden geflogen.
Ein Flug über 1.000 km, zwei Flüge über 800 km, drei Flüge über 700 km, fünf Flüge über 600 km und viele weitere, schöne Flüge sind die Ausbeute in dieser Saison.
Es hat sich gelohnt. Es war wieder wunderschön und, so Gott will, kommen wir im November 2014 wieder.

 

Ein wunderschöner Abschiedsflug


20.01.2014
Heute war unser letzter Flugtag in dieser Bitterwasser Saison. Die Wettervorhersagen waren gut und wir sind um 13:30 Uhr loc. gestartet.

Flugweg vom 20.01.2014
Beim Start waren über dem Flugplatz schon gut aussehende Wolken und der erste Aufwind ging über eine Höhe von 1.440 m mit integriert 2,3 m/s. Der erste Schenkel führte nach Nordwesten über 77 km bis an die Luftraumgrenze zum Luftraum Windhoek. Es entwickelte sich eine schöne Linie, wie vorhergesagt, in Richtung Südost. Diesen Wolkenaufreihungen sind wir Richtung Gochas gefolgt und hatten sehr gute Aufwinde auf diesem Stück. Über diese 192 km haben wir einen Schnitt von 136 km/h geflogen. Und das am 20. Januar.
Die Linie überentwickelte etwas und es waren einige Schauer eingelagert. Deshalb wollten wir zurück, damit uns nicht eventuelle Schauer den Weg abschneiden. Kalkrand war das nächste Ziel. Wie sich später herausstellte wären wir besser auf der alten Spur zurück geflogen, aber wir wollten etwas in die Fläche fliegen. Westlich der Schauerlinie war das Steigen nicht ganz so gut aber ein Schnitt von 115 km/h über eine Entfernung von 157 km ist auch schön.

Hinter Kalkrand sahen wir im Osten, dass sich die Schauerlinie zu einer Konvergenz entwickelt hatte. Schnell dort hin und noch einmal nach Norden bis an den Luftraum und nochmals zurück (86 km). Das war der totale Kick. Dann noch einen schönen genussvollen Endanflug bei einem fantastischen Sonnenuntergang. Das war genau der richtige Abschied.

 
Fazit: Flugzeit  5h 39 Minuten, 663 OLC km
Hier der Flug:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=3464899                                                            
 

Montag, 20. Januar 2014

SSN AGN, Soaring Society of Namibia, Annual General Meeting


19.01.2014
Heute war Funktionärstag angesagt. Wie ich schon vor ein paar Tagen geschrieben habe, bin ich seit kurzem Chairmen des Bitterwasser International Flying Clubs und als solcher habe ich an der SSN Sitzung, die heute hier in Bitterwasser stattfand, teilgenommen. Die SSN ist der Dachverband aller Segelflieger in Namibia.

Es wurden wichtige Themen besprochen und die Versammlung fand in konstruktiver, ruhiger Atmosphäre statt.
Den freien Spätnachmittag habe wir dann am Pool verbracht.
Nachdem heute Morgen nochmals ein Teil der Gäste abgereist ist, sind wir nun nur noch eine kleine Gruppe. Nur noch zwei Piloten sind heute geflogen. Das Wetter war so gut, dass beide Piloten Flüge über 1.000 km gemacht haben. Das ist sehr ungewöhnlich für diese späte Zeit in der Saison, zeigt aber, dass man hier viel mehr fliegen kann als bisher angenommen.


 

 

 

 

Olifants Durchquerung, 2. Teil


18.01.2014
Heute ist, wegen des vorhergesagten schlechten Wetters, niemand geflogen.

Christa und ich haben die Gelegenheit genutzt unseren Ausflug zum Olifants River zu komplettieren. Heute ging es also nach Stampriet, von dort auf der Teerstraße nach Osten bis zur D1033. Dann nordwärts auf der D1033 und D1318. Ein sehr schönes Stück Strecke, das besonders jetzt, wo es schon ein bisschen Grün ist, traumhaft schön ist.

Fahrstrecke vom 18.01.2014
 Fazit: Ein schöner, ruhiger und genussvoller Tag.
 
 

Samstag, 18. Januar 2014

Es sollte Regen geben

17.01.2014

Die Wettervorhersage sagte für heute recht früh einsetzende Schauertätigkeit voraus. Das ist um diese Jahreszeit hier nichts ungewöhnliches. Die Farmer warten dringen auf Regen und dieses Jahr hatte es stellenweise schon sehr gute Niederschläge gegeben. Das letzte Jahr hatte es praktisch nicht geregnet und es gab schon Dürre- Notfallpläne.

Wegen der Wettervorhersagen sind wir nicht allzu weit vom Platz weg geflogen und sind zum Kaffe (Gerd (37), bitte entschuldige das) wieder gelandet. Kurze Zeit später kamen dann auch die Gewitter.

Heiko Schwenck hatte gestern seine Palme erflogen und so hatten wir heute Abend noch  einmal eine Palmzeremonie. Das ist in diesem Jahr die 10 Palme, die gepflanzt wurde. So viele wie nie zuvor in einer Saison. 
Flugweg vom 17.01.2014
Der Track ähnelt einer Sanduhr. Ist das der Hinweis,
dass unser Urlaub bald zu Ende geht?
Fazit: 423 OLC Km, Flugzeit: 4h 00 Minuten
Hier der Flug:http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=3462831  


Freitag, 17. Januar 2014

Und nochmal jede Menge 1.000er


16.01.2014
Heute Morgen bekam ich einen Anruf vom Kunden, dass es Probleme gäbe. Und da der Kunde König ist, wurde erst einmal nach dem Problem geforscht und beseitigt. Zum Glück sind wir hier in Bitterwasser sehr gut Internet versorgt.

Die anderen Piloten sind sehr früh gestartet und es haben in Namibia insgesamt 12 Piloten mehr als 1.000 OLC Km geflogen, davon acht aus Bitterwasser. Da soll noch mal jemand sagen in Namibia sind Mitte Januar keine 1.000er mehr möglich.
Wir sind erst spät gestartet und hatten einen schönen Flug nach Maltahöhe, dann nach Norden und früh genug zurück.  
Flugweg vom 16.01.2014

Fazit: 568 OLC Km, Flugzeit: 5h 16 Minuten

 
 

Donnerstag, 16. Januar 2014

Die Saison neigt sich langsam Ihrem Ende entgegen


15.01.2014
Heute Morgen wurden 11 Gäste auf einem Schwung  verabschiedet. Es wird nun ruhiger. Es sind noch ca. 25 Gäste hier. Gestern Abend gab es spontan eine Verabschiedungsparty. Ich glaube das Eis im letzten Amarula war schlecht. Oder woher kommen die Kopfschmerzen?

Flugweg vom 15.01.2014
Gegen Mittag war der Kopf klar genug, um ein wenig zu fliegen. Anfangs war die Thermik sehr unrund, was ich wiederum auf das Eis im Amarula schob. Abends berichteten aber alle Piloten von unrunder Thermik. Am Nachmittag entwickelte sich das Wetter nochmals sehr gut. Ungefähr 6 Stunden Flugzeit und mehr als 600 km sind wir geflogen.

Fazit: Flugzeit 5 h 44 MinutenStrecke: 618 OLC km

Zick Zack über Bitterwasser


14.01.2014
Sehr früh eintreffende Schauer machten raumgreifende Flüge unmöglich. Immer in der Nähe des Platzes bleiben, damit man, falls ein Schauer zu nahe an Bitterwasser ran kommt, schnell landen kann.

Deshalb gab es nur ein Zick Zack über Bitterwasser. Aber immerhin sind wir drei Stunden geflogen und haben 300km zurück gelegt. Das ist etwas, das wir an einem guten Tag im Sommer in Deutschland fliegen.
Hier der Flug:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html;jsessionid=F3A0F1310A414887C90953A130CBD141?dsId=3461003

Olifantwater West Farm

13.01.2014

Für heute waren sehr früh Schauer und Gewitter angesagt. Deshalb beschlossen wir einen Ausflug zu unternehmen. Wir hatten in den letzten Tagen eine Straße gesehen, die von Nord nach Süd durch den Olifants River führte. Die wollten wir uns von unten aus ansehen.
Unsere Fahrstrecke. ca. 320km 
Gut ausgerüstet mit Allradfahrzeug,  viel Wasser und Satellitentelefon fuhren wir los. Es war klar, dass wir nicht viele Autos treffen würden. Die Strecke führte zuerst Richtung Kiripotib und dann auf der D1448 nach Osten. Das war ein besonders schönes Stück. Die Landschaft sah aus wie ein großer Park. Der Regen in der letzten Zeit hatte alles grün werden lassen.

Zwischen den einzelnen Farmen sind Tore. Die macht man (Frau)
auf und schließt Sie nach der Durchfahrt wieder. Auf diesem
Stück Weg waren es 8 Tore.
Luxus der Weite
Dann ging es auf die D1319, unser eigentliches Ziel. Die ersten Kilometer waren nur geradeaus und etwas eintönig. Aber dann wurde es sehr schön. Die Landschaft ist einfach grandios. Mehrere Kudu's, Springböcke und Schildkröten kreuzten unseren Weg.
 
Kudu Bock
Springbock
Der Olifant River. Es ist ein Fluss der ca. alle 10 Jahre
kurzzeitig mal fließt.
Bei der Olifant West Farm gibt es einen Airstrip, den wir oft aus der Luft gesehen haben. Die Gelegenheit war also günstig, diesen Airstrip vom Boden aus zu begutachten, ob dort eine Landung mit einem Segelflugzeug möglich ist.


Auf der Farm angekommen war außer einem Esel niemand da.
Der Esel hat auf unsere Fragen nicht geantwortet.
Nach kurzer Zeit kam eine ältere Dame, wie sich später herausstellte die Tante des jungen Farmers. Wir stellten uns vor und fragten, ob wir uns den Airstrip mal ansehen könnten. Selbstverständlich war das möglich. Als wir zurück kamen und uns verabschieden wollten sagte die Dame, ob wir noch etwas Zeit hätten. Eckard, ihr Neffe und der Besitzer der Farm würde uns gerne kennen lernen. Gerne nahmen wir die Einladung an. Sie stellte uns eine Tisch und Stühle in den wunderschönen Garten, ein Bier und etwas Saft wurden auch noch hin gestellt. Dann verabschiedete sie sich und entschuldigte sich, sie müssen dringend zu den Kühen, da am Mittwoch der Transport der Kühe zum Viehmarkt nach Windhoek ansteht.

Wir genossen die halbe Stunde Wartezeit und hatten Spaß mit den rumtollenden Katzen.
Die Königin der Nacht,
Nicht Christa sondern der Kaktus. Der blüht Nachts und ist
sehr schön.
So lässt es sich aushalten.
Dann war die Überraschung groß. Eckhard war ein junger Mann und ebenfalls Flieger. Er ist Member der SSN (Soaring Society of Namibia). Er spricht perfekt Deutsch und war vor drei Tagen in Bitterwasser um dort den Security Audit durchzuführen. Da ich seit kurzem Chairmen des Bitterwasser International Flying Clubs bin hatten wir für den kommenden Sonntag ein Meeting, bei dem ich in die SSN eingeführt werden soll. Bisher kannten wir uns nicht. Manchmal ist die Welt wirklich klein.
Hund und Katze lieben sich.
Wir genossen den Aufenthalt auf Eckhards Farm, mussten dann aber doch aufbrechen, damit wir noch bei Tageslicht zu Hause ankommen. Hier in der Wüste sollte man besser Nachts nicht fahren. Auf der Heimfahrt hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang.

 
Die Sonne blendete so stark, dass an ein weiterfahren
nicht zu denken war. Fünf Minuten warten und dann
konnte es weiter gehen.
Es war zwar nicht zu den vorhergesagten Schauern gekommen und die anderen Piloten haben große Flüge unternommen. Insofern haben wir etwas verpasst. Der Tag war für uns aber sehr erlebnisreich und wunderschön.

 

Montag, 13. Januar 2014

Nicht so gut wie gestern, aber trotzdem schön


12.01.2014
Heute war auch die Wettervorhersage etwas zurück haltender. Aber es sollte ein guter Tag werden.
Alle haben schnell Ihre Flugzeuge in Startposition gestellt und auf die Auslösetemperatur gewartet.

Traumhafte Startaufstellung
Bitterwasser ist der einzige Flugplatz auf der Welt wo über 20 Segelflugzeuge nebeneinander und nicht hintereinander auf den richtigen Startzeitpunkt warten. Jeder kann dann starten wann er will. Kein anderer wird behindert. Luxus der Weite!

Flugweg vom 12.01.2014
Wir sind etwas später gestartet, um nicht wieder wie gestern erst 1 1/2 Stunden zu kämpfen. Trotzdem hat es etwas gedauert bis wir im Osten an den Wolken waren. Da für Nachmittag der Westen gut vorhergesagt war sind wir recht bald umgedreht und in Richtung Westen geflogen. Leider liefen die Wolken sehr schnell breit und es gab großflächige Abschirmungen, die die Sonneneinstrahlung und damit die Thermik verhinderte.  Die Streckenwahl war heute sehr "tricky".
Im Großen und Ganzen haben wir die richte Streckenwahl gehabt und sind recht früh, da für heute Abend wieder eine Palmpflanzugs-Zeremonie angesagt war gelandet.

Fazit: 5h 57 min Flugzeit, 609 OLC Km,
Hier der Flug: