Dienstag, 4. November 2014

Erster Flug, Systemcheck

04.11.2014

Heute bin ich das erste mal in dieser Saison geflogen.

Die letzten Tage waren vom Wetter her nicht gut. Es hat innerhalb zwei Tagen 10 mm geregnet. Das freut die Farmer, aber nicht uns. Gestern hatten wir Starkwind. In den Spitzen 40 Knoten. Das sind 72 km/h. 
Wenn sich die Palmen so biegen und der Sand so fliegt,
bleibt man besser am Boden

Mir hat es nicht viel ausgemacht, ich habe ja noch viele Tage vor mir.

Heute war schwache Blauthermik mit einer Basis von max. 1.000 m über Grund angesagt. Kein Wunder. Es ist im Moment viel zu kalt. Heute Nacht habe ich gefroren und musste mir eine zweite Decke nehmen.

Ich habe die Situation genutzt um mal alle Systeme zu checken und bin etwas mehr als zwei Stunden geflogen. Ich brauche einen neuen Faden. Der jetzige ist aus Wolle und offensichtlich ist die Haube so stark statisch aufgeladen, dass er wie festgeklebt war.

Auch das Ausfahren des Motors in der Luft wurde gecheckt. Deshalb am Ende des Fluges der Motorlauf.

Nach dem Flug durfte das Einpackbier nicht fehlen. Wenn auch leider Schätzchen nicht dabei war.

Einpackbier

Jeremias hat die Runways und die Taxiways gewalzt.
Ist sehr gut zu sehen. Trotzdem sind alle Bereiche der Pfanne nutzbar.




Samstag, 1. November 2014

Na, das fängt ja gut an.

01.11.2014

Der Hinflug verlief völlig unspektakulär. Wie bereits im vorherigen Post geschrieben, bin ich bis 11.11.2014 alleine unterwegs. Ich traf auf dem Flughafen noch zwei Fliegerkameraden, Josef und Bernd, die ich im Auto mitnehmen wollte, da ich ja einen Leihwagen gebucht hatte. Auch die Übernahme des Leihwagens war wie gewohnt problemlos. Aber auf der Fahrt nach Bitterwasser passierte es dann.

Zirka 2 bis 3 km vor dem Ort Uhlenhorst (drei Häuser) zog das Auto auf der Schotterstraße plötzlich stark nach links. Oha ein Plattfuß, dachte ich. Aber alle Reifen hatten vollen Luftdruck. Jedoch das linke Vorderrad hatte einen Sturz von ca. 10 Grad. Einmal dran wackeln und es war klar, irgendetwas war an der Radhalterung gebrochen. An ein Weiterfahren war nicht zu denken.

Es war nicht mehr weit nach Bitterwasser. Mit dem Auto ca. 15 Minuten, aber zu Fuß nicht machbar. Also Handy raus und versuchen in Bitterwasser anzurufen. Funkloch!!

Zum Glück hatte ich das Satellitentelefon in meinem Rucksack und so konnte ich die Funktionalität gleich testen. Es stellte sich heraus, dass es gar nicht so einfach ist das Display in der prallen Sonne abzulesen und innerhalb des Autos funktioniert ein Satellitentelefon nicht. Aber nach kurzer Zeit hatten wir Stefan in Bitterwasser an der Leitung und er sagte uns zu, so schnell wie möglich Jemanden zu schicken. Nach einer dreiviertel Stunde (einer kleinen Ewigkeit in der prallen Sonne) kam Rainer und wir haben das Gepäck umgeladen und sind mit Ihm nach Bitterwasser gefahren, nicht ohne vorher den Vermieter anzurufen und ihm die Misere mitzuteilen.

In Bitterwasser die nächste schlechte Nachricht. Allem Anschein nach wurde ein Container beim Umladen, wo auch immer, fallen gelassen. An drei Flugzeugen (Gott sei Dank nicht an unserem ARCUS) sind die Querruder beschädigt und bei einer DG800 ist der Rumpf hinten, unten aufplatzt. Zum Glück ist Bernd Mangold von Schempp Hirth hier und kann das reparieren. Vielen Dank an Bernd.

Bernd nimmt es sportlich.

Florian, Bernd und Jeremias

Werkstatt unter freiem Himmel.
Da ist genau die richtige Temperatur zum Harzen.



Und dann das nächste Problem. Wir hatten keine Überfluggenehmigungen. Zum Verständnis: In Namibia gibt es auch einen erheblichen Bürokratismus. Schließlich war das ja mal deutsche Kolonie und irgend etwas muss ja hängen bleiben. In den Vorjahren war es nie ein Problem diese Genehmigung zu bekommen. Die Verhandlungen, besonders wegen der Nutzung des Luftraumes, wurden mit der Flugsicherung (DCA) geführt und das Militär (so weit wir wissen hat die Luftwaffe zwei Hubschrauber) hatte die Überfluggenehmigung abgehakt.

Aber dieses Jahr verweigerte sich das Militär und wollte alles ganz genau wissen. Nachdem eine Abordnung von sechs Personen alle drei Segelflugzentren besucht hatte wurde dann die Genehmigung schlussendlich doch erteilt. Leider nur für 30 Tage. Aber die Beamten müssen ja schließlich Arbeit haben. So betrachten wir das als eine Art Entwicklungshilfe.

Die Überfluggenehmigung
So jetzt dürfen wir also fliegen! Aber, jetzt ist das Wetter schlecht geworden und im Moment regnet es, was für Anfang November völlig ungewöhnlich ist. Na ja, das gibt Zeit mal nach dem WLAN Netz zu schauen und es zu optimieren. Mein Auto ist übrigens repariert auch wieder hier.




Sonntag, 26. Oktober 2014

Nun steht er wieder in der Palmenallee

Heute wurde der ARCUS aufgerüstet und steht nun an seinem angestammten Platz in der Palmenallee.


Am Dienstag Abend werde ich (Wolfgang) los fliegen und am Mittwoch in Bitterwasser eintreffen. Leider kann Christa nicht mit, da Sie sich am Montag einer kleinen Operation an der Wange unterziehen muss. Sie kommt aber so schnell wie möglich nach.

Samstag, 13. September 2014

Und wieder ist der ARCUS verladen

13.09.2014

Heute war wieder Verladen angesagt.

Sascha hatte das sehr gut vorbereitet und vier Teams zusammengestellt. Wir waren das erste Team, das zum Verladen nach Mühlacker eingeladen war. Samstag von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr. Leider hatten wir von 08:00 Uhr bis 10:00 Uhr leichten Nieselregen. Trotzdem haben wir jetzt alle Flugzeuge trocken in den Containern und die Reise kann losgehen.

Am Dienstag kommt der Zoll und verplombt die Container. Dann geht es nach Hamburg, wo die Container auf das Schiff verladen werden. In Walfis Bay / Namibia werden sie auf LKW's verladen und kommen hoffentlich Ende Oktober gut und unversehrt in Bitterwasser an.

Leider in den ersten Stunden leichten Nieselregen

Trotz Regen muss es voran gehen

Dieses Jahr vier Teams über das Wochenende verteilt. Eine sehr kluge Entscheidung.

Der Platz ist zwar klein, aber verkehrstechnisch sehr gut gelegen.

Flori ist guter Laune. Jetzt regnet es ja auch nicht mehr.

Stefan und Regina beim Festschrauben


Ein Teil des ersten Teams. "Meister, wir sind fertig"


Alles gut verstaut. In diesem Container drei ARCUS und ein NIMBUS 4DM

Es kann losgehen!!!


Samstag, 16. August 2014

Bald geht die neue Saison los!

16.08.2014

Es wird langsam Ernst. Der Termin für die Verladung der Flugzeuge in die Container steht fest. Unter der sachkundigen Leitung von Sascha wird in vier Gruppen am Wochenende 13.09. und 14.09.2014 verladen.

In diesem Jahr reisen sieben Container mit insgesamt 30 Segelflugzeugen von Mühlacker nach Bitterwasser.

Christa und ich (Wolfgang) fieber schon der neuen Saison entgegen, zumal wir dieses Jahr zum ersten mal im eigenen Bungalow wohnen werden. Nach so vielen Jahren mieten und da wir diese Saison 62 Tage in Bitterwasser sein wollen, war es höchste Zeit zu sparen und da sich eine gute Gelegenheit ergab, haben wir zugeschlagen. Die Hälfte eines Doppelbungalows gehört jetzt uns.

Unser neues Zuhause

Die rechte Hälfte gehört uns



Mittwoch, 22. Januar 2014

Verpacken


21.01.2014
Verpacken war heute angesagt. Der ARCUS muss heute in den Container und für die lange Heimreise fertig gemacht werden.

Sascha ist der "Lademeister" und war extra deswegen angereist. Insgesamt müssen 30 Flugzeuge in 7 Container. Er kalkuliert hierfür drei Tage. Die Lineboys sind in diesen Tagen besonders gefordert. Sie sagen von sich selbst: "Wir sind schwarze Hydraulik." Die schweren Tragflächen an die Decke der Container zu heben ist schweißtreibende Schwerarbeit.
Flugzeuge im Container
Warten auf das Verladen
Die Container müssen alle noch voll werden.
Während der Mittagspause überraschte uns ein heftiges Gewitter und es regnete in Strömen. Wir konnten den ARCUS gerade noch in den Windschatten der Halle stellen als es anfing zu regnen. Klatschnass bis auf die Haut war das Ergebnis.

Gewitterschauer während des Verladens
Abends hatten wir den ARCUS dann im Container drin und wir hatten unser Werk vollbracht.
Morgen geht es zum Flughafen und mit Air Namibia nach Hause.

Insgesamt sind wir in dieser Saison mit unserem ARCUS an 19 Tagen 105 Stunden geflogen.
Ein Flug über 1.000 km, zwei Flüge über 800 km, drei Flüge über 700 km, fünf Flüge über 600 km und viele weitere, schöne Flüge sind die Ausbeute in dieser Saison.
Es hat sich gelohnt. Es war wieder wunderschön und, so Gott will, kommen wir im November 2014 wieder.

 

Ein wunderschöner Abschiedsflug


20.01.2014
Heute war unser letzter Flugtag in dieser Bitterwasser Saison. Die Wettervorhersagen waren gut und wir sind um 13:30 Uhr loc. gestartet.

Flugweg vom 20.01.2014
Beim Start waren über dem Flugplatz schon gut aussehende Wolken und der erste Aufwind ging über eine Höhe von 1.440 m mit integriert 2,3 m/s. Der erste Schenkel führte nach Nordwesten über 77 km bis an die Luftraumgrenze zum Luftraum Windhoek. Es entwickelte sich eine schöne Linie, wie vorhergesagt, in Richtung Südost. Diesen Wolkenaufreihungen sind wir Richtung Gochas gefolgt und hatten sehr gute Aufwinde auf diesem Stück. Über diese 192 km haben wir einen Schnitt von 136 km/h geflogen. Und das am 20. Januar.
Die Linie überentwickelte etwas und es waren einige Schauer eingelagert. Deshalb wollten wir zurück, damit uns nicht eventuelle Schauer den Weg abschneiden. Kalkrand war das nächste Ziel. Wie sich später herausstellte wären wir besser auf der alten Spur zurück geflogen, aber wir wollten etwas in die Fläche fliegen. Westlich der Schauerlinie war das Steigen nicht ganz so gut aber ein Schnitt von 115 km/h über eine Entfernung von 157 km ist auch schön.

Hinter Kalkrand sahen wir im Osten, dass sich die Schauerlinie zu einer Konvergenz entwickelt hatte. Schnell dort hin und noch einmal nach Norden bis an den Luftraum und nochmals zurück (86 km). Das war der totale Kick. Dann noch einen schönen genussvollen Endanflug bei einem fantastischen Sonnenuntergang. Das war genau der richtige Abschied.

 
Fazit: Flugzeit  5h 39 Minuten, 663 OLC km
Hier der Flug:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=3464899                                                            
 

Montag, 20. Januar 2014

SSN AGN, Soaring Society of Namibia, Annual General Meeting


19.01.2014
Heute war Funktionärstag angesagt. Wie ich schon vor ein paar Tagen geschrieben habe, bin ich seit kurzem Chairmen des Bitterwasser International Flying Clubs und als solcher habe ich an der SSN Sitzung, die heute hier in Bitterwasser stattfand, teilgenommen. Die SSN ist der Dachverband aller Segelflieger in Namibia.

Es wurden wichtige Themen besprochen und die Versammlung fand in konstruktiver, ruhiger Atmosphäre statt.
Den freien Spätnachmittag habe wir dann am Pool verbracht.
Nachdem heute Morgen nochmals ein Teil der Gäste abgereist ist, sind wir nun nur noch eine kleine Gruppe. Nur noch zwei Piloten sind heute geflogen. Das Wetter war so gut, dass beide Piloten Flüge über 1.000 km gemacht haben. Das ist sehr ungewöhnlich für diese späte Zeit in der Saison, zeigt aber, dass man hier viel mehr fliegen kann als bisher angenommen.


 

 

 

 

Olifants Durchquerung, 2. Teil


18.01.2014
Heute ist, wegen des vorhergesagten schlechten Wetters, niemand geflogen.

Christa und ich haben die Gelegenheit genutzt unseren Ausflug zum Olifants River zu komplettieren. Heute ging es also nach Stampriet, von dort auf der Teerstraße nach Osten bis zur D1033. Dann nordwärts auf der D1033 und D1318. Ein sehr schönes Stück Strecke, das besonders jetzt, wo es schon ein bisschen Grün ist, traumhaft schön ist.

Fahrstrecke vom 18.01.2014
 Fazit: Ein schöner, ruhiger und genussvoller Tag.
 
 

Samstag, 18. Januar 2014

Es sollte Regen geben

17.01.2014

Die Wettervorhersage sagte für heute recht früh einsetzende Schauertätigkeit voraus. Das ist um diese Jahreszeit hier nichts ungewöhnliches. Die Farmer warten dringen auf Regen und dieses Jahr hatte es stellenweise schon sehr gute Niederschläge gegeben. Das letzte Jahr hatte es praktisch nicht geregnet und es gab schon Dürre- Notfallpläne.

Wegen der Wettervorhersagen sind wir nicht allzu weit vom Platz weg geflogen und sind zum Kaffe (Gerd (37), bitte entschuldige das) wieder gelandet. Kurze Zeit später kamen dann auch die Gewitter.

Heiko Schwenck hatte gestern seine Palme erflogen und so hatten wir heute Abend noch  einmal eine Palmzeremonie. Das ist in diesem Jahr die 10 Palme, die gepflanzt wurde. So viele wie nie zuvor in einer Saison. 
Flugweg vom 17.01.2014
Der Track ähnelt einer Sanduhr. Ist das der Hinweis,
dass unser Urlaub bald zu Ende geht?
Fazit: 423 OLC Km, Flugzeit: 4h 00 Minuten
Hier der Flug:http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=3462831